Amerikas Schuldenbombe: Eine drohende Wirtschaftskrise

Nach Ansicht von Jim Rogers, dem Mitbegründer von Soros Fund Management, einer renommierten privaten Investmentgesellschaft mit einem Vermögen von $5.61 Milliarden, stehen die Vereinigten Staaten angesichts ihrer steigenden Verschuldung vor einer katastrophalen Situation.
In einem Interview mit Sputnik International äußerte Rogers seine Besorgnis darüber, dass das Land innerhalb von nur 50 Jahren von einer Gläubigernation zur „größten Schuldnernation in der Geschichte der Welt“ werden könnte.
Rogers sagt voraus, dass die schwindelerregende Staatsverschuldung, die sich derzeit auf $32.47 Billionen beläuft, unweigerlich zu einer anhaltend hohen Inflation und steigenden Zinssätzen führen wird. Er verweist auf die 1970er und 1980er Jahre als historischen Präzedenzfall, als die Zinssätze für Staatsanleihen aufgrund der starken Inflation schwindelerregende 21% erreichten. Die heutigen inflationären Bedingungen sind sogar noch schlimmer.
Im Jahr 1980 waren die Vereinigten Staaten noch eine Gläubigernation, aber jetzt sind sie mit dem Titel der größten Schuldnernation aller Zeiten belastet. Auch wenn die Dinge jetzt stabil erscheinen mögen, warnt Rogers, dass diese Ruhe nicht ewig anhalten wird.
Die hohe Verschuldung muss angegangen werden, sei es durch die Aufnahme von mehr Geld, durch das Drucken zusätzlicher Währung oder durch die Suche nach Möglichkeiten, die Schulden zurückzuzahlen. Diese Maßnahmen werden jedoch zu höheren Zinssätzen und einer weiteren Inflation aufgrund der massiven Geldzufuhr in das System führen.
LESEN SIE MEHR: FTX ergreift rechtliche Schritte gegen Europäische Niederlassung
Rogers fährt fort und sagt voraus, dass die nächste Wirtschaftskrise aufgrund der historisch hohen Verschuldung des Landes die bedeutendste Krise der neueren Geschichte wird. Die Finanzkrise von 2008 war zwar beträchtlich, aber die Schuldenakkumulation ist seitdem rasant angestiegen, was die Voraussetzungen für eine noch schwerwiegendere Krise schafft. Der Investor weist auf einen besorgniserregenden Aspekt hin, nämlich dass die US-Regierung und die
Federal Reserve nicht über die notwendigen Instrumente verfügen, um die bevorstehende Krise wirksam zu bewältigen. Ihre Reaktion wird wahrscheinlich darin bestehen, mehr Geld zu drucken und strengere Kontrollen einzuführen, was die Situation in der Vergangenheit noch verschlimmert hat.
Um diese Befürchtungen zu untermauern, hat das Congressional Budget Office (CBO) vor kurzem einen Bericht veröffentlicht, in dem prognostiziert wird, dass die Staatsverschuldung in den nächsten 30 Jahren das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes übersteigen wird. Das CBO prognostiziert, dass die Staatsverschuldung im Jahr 2053 die schwindelerregende Summe von $143,895 Billionen erreichen wird, fast das Dreifache des BIP.









