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Sonstiges

Bithumb wird wegen Unterschlagungsvorwürfen inmitten des IPO-Vorstoßes untersucht

Bithumb wird wegen Unterschlagungsvorwürfen inmitten des IPO-Vorstoßes untersucht

Die südkoreanischen Behörden haben eine Untersuchung der Aktivitäten der Kryptowährungsbörse Bithumb eingeleitet, nachdem der ehemalige CEO des Unternehmens angeblich Gelder für den Kauf persönlicher Liegenschaften unterschlagen hat.

Am 20. März führten Staatsanwälte des südlichen Bezirks von Seoul im Rahmen ihrer Ermittlungen wegen finanziellen Fehlverhaltens eine Razzia in den Büros der Börse durch.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Behauptungen, dass der frühere CEO Kim Dae-sik, der derzeit als Berater für das Unternehmen tätig ist, Unternehmensgelder für eine Kaution in Höhe von $3 Milliarden koreanische Won (über $2 Millionen) für eine Wohnung verwendet hat. Die Behörden befürchten, dass Kim Gelder zum persönlichen Vorteil veruntreut haben könnte, unter anderem für den Kauf der Wohnung.

Bithumb reagierte auf die Vorwürfe und räumte ein, dass Kim nach einer Untersuchung durch die Finanzaufsichtsbehörde (FSS) ein Darlehen aufgenommen und die fraglichen Mittel anschließend zurückgezahlt habe. Die Börse besteht darauf, dass der gesamte für die Wohnung verwendete Betrag zurückgezahlt wurde.


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Es sind weitere Gerüchte aufgetaucht, die darauf hindeuten, dass Bithumb und die konkurrierende Börse Upbit daran beteiligt waren, Projekten erhebliche Vermittlungsgebühren für Token-Listings zu berechnen. Anonyme Quellen behaupten, dass diese Gebühren zwischen 3% und 5% des gesamten Token-Angebots lagen, wobei ein Projekt angeblich $2 Millionen und ein weiteres $10 Millionen gezahlt hat, um bei Bithumb notiert zu werden.

Inmitten der laufenden Ermittlungen treibt Bithumb auch seine Pläne für einen Börsengang voran. Das Unternehmen will seinen seit langem diskutierten Börsengang abschließen, wobei CEO Lee Jae-won seine Bemühungen beschleunigt, um eventuelle rechtliche Risiken zu beseitigen, die wichtige Interessengruppen betreffen könnten. Dies geschieht nach mehreren Rückschlägen, darunter ein früherer Betrugsfall, in den der ehemalige Vorstandsvorsitzende Lee Jeong-hoon verwickelt war und der schließlich vom Obersten Gerichtshof abgewiesen wurde. Trotz der Herausforderungen konzentriert sich Bithumb weiterhin auf die Sicherstellung der Börsennotierung, die nun für 2025 erwartet wird, obwohl die Einnahmen der Börse im Jahr 2023 um 57% gesunken sind.

Author
Alexander Zdravkov

Reporter at CoinsPress German

Alexander Zdravkov interessiert sich leidenschaftlich für Bedeutungsfragen. Er ist seit mehr als drei Jahren im Kryptobereich tätig und hat ein Auge dafür, aufkommende Trends in der Welt der digitalen Währungen aufzuspüren. Ob er nun tiefgreifende Analysen liefert oder tagesaktuell über alle Themen berichtet, sein tiefes Verständnis und seine Begeisterung für das, was er tut, macht ihn zu einer wertvollen Ergänzung für das CoinsPress-Team.

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