EU ermittelt gegen Microsofts Bing wegen KI-Bedrohung von Wahlen

Brüssel hat die generative künstliche Intelligenz (KI) im Vorfeld der bevorstehenden Wahlen in den 27 Ländern vom 6. bis 9. Juni als ein wichtiges Anliegen bezeichnet.
Im März wandte sich die EU an verschiedene große digitale Plattformen, darunter Bing, Google Search, TikTok und YouTube, um sich über deren Bemühungen im Umgang mit KI-bezogenen Risiken zu erkundigen.
Microsoft, der Betreiber von Bing, hat jedoch laut der Europäischen Kommission keine vollständige Antwort auf die spezifischen Risiken im Zusammenhang mit den generativen KI-Funktionen von Bing, wie „Copilot in Bing“ und „Image Creator by Designer“, gegeben.
Microsoft wurde eine Frist bis zum 27. Mai eingeräumt, um „interne Dokumente und Daten“ vorzulegen. Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen von bis zu einem Prozent des gesamten Jahreseinkommens oder des weltweiten Umsatzes des Unternehmens sowie potenzielle regelmäßige Strafen von bis zu 5% des durchschnittlichen Tageseinkommens oder des täglichen weltweiten Umsatzes.
Seit letztem Jahr müssen sich große Technologieunternehmen an den Digital Services Act (DSA) der Europäischen Union halten, ein wichtiges Gesetz zur Inhaltskontrolle.
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Die Kommission vermutet, dass Bing aufgrund der mit generativer KI verbundenen Risiken gegen den DSA verstoßen haben könnte. Dazu gehören die Verbreitung falscher Informationen („Halluzinationen“) und die Verbreitung von Deepfakes sowie die mögliche automatische Manipulation von Diensten zur Irreführung von Wählern.
Microsoft hat sich verpflichtet, auf die Bedenken der Kommission einzugehen, und hat seine Zusammenarbeit bei der Bereitstellung von Informationen über seinen Ansatz zur digitalen Sicherheit und zur Einhaltung des DSA betont.
In der Zwischenzeit beobachtet Brüssel Microsofts Beteiligung an OpenAI, einem prominenten KI-Akteur, genau und prüft Partnerschaften wie die im Februar bekannt gegebene 15-Millionen-Euro-Vereinbarung mit dem französischen Startup Mistral AI.









