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Bitcoin

Europäische Banken führen im Rennen um Bitcoin-Depots, während US-Banken vor regulatorischen Hürden stehen

Europäische Banken führen im Rennen um Bitcoin-Depots, während US-Banken vor regulatorischen Hürden stehen

Europäische Banken haben die Führung bei der Bereitstellung von Bitcoin-Verwahrungsdienstleistungen übernommen und überholen damit die US-Banken, die mit regulatorischen Herausforderungen zu kämpfen haben.

Trotz der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), die Krypto-Vermögenswerte von Kunden als Verbindlichkeiten behandelt, setzen sich europäische Banken aktiv für digitale Vermögenswerte ein und haben Pläne angekündigt, Verwahrdienste für digitale Vermögenswerte anzubieten.

Mehrere große europäische Akteure, darunter die Deutsche Bank, CACEIS von Credit Agricole, BNP Paribas und die DZ BANK AG, sind Vorreiter bei der Einführung von Krypto-Verwahrungsdienstleistungen. Die Deutsche Bank zum Beispiel hat ihre Pläne Anfang 2021 angekündigt und eine Lizenz für digitale Vermögenswerte in Deutschland beantragt.

CACEIS von Credit Agricole hat sich bereits die Zulassung für die Krypto-Verwahrung in Frankreich gesichert und festigt damit die Position Europas im Rennen um die Bitcoin-Verwahrung.

Im Gegensatz dazu haben die US-Banken mit regulatorischen Herausforderungen zu kämpfen, insbesondere mit dem Vorschlag der SEC, der von Anlageberatern verlangt, die Krypto-Vermögenswerte ihrer Kunden bei „qualifizierten Verwahrern“ zu lagern. Dieser Vorschlag wurde von Finanzriesen wie JPMorgan und der Small Business Administration kritisiert, die argumentieren, dass er gut funktionierende Finanzoperationen stören könnte.

Die steigende Nachfrage nach Krypto-Verwahrungsdienstleistungen wird durch die wachsende Beteiligung von US-Haushalten an Krypto-Assets deutlich. Ein Bericht von JPMorgan Chase zeigt, dass während der COVID-19-Pandemie fast 15% der Privatpersonen Überweisungen auf Krypto-Konten vorgenommen haben.

Der monatliche Bitcoin-Bericht von Ark Invest hebt auch hervor, dass etwa 70 % des zirkulierenden Bitcoin-Volumens seit mindestens einem Jahr inaktiv sind, was auf eine starke Unterstützung durch langfristige Besitzer hindeutet.


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Jüngere Generationen zeigen ebenfalls ein starkes Interesse an Kryptowährungen. Der Bericht der FINRA Foundation über die Generation Z und das Investieren zeigt, dass 17 % der Generation Z (geboren zwischen 1997 und 2012) bereits in Kryptowährungen investieren, verglichen mit nur 9% der Millennials (geboren zwischen 1981 und 1996).

Dieses wachsende Interesse der jüngeren Generationen wird wahrscheinlich die Nachfrage nach Krypto-Verwahrungsdienstleistungen ankurbeln und die US-Banken weiter unter Druck setzen, regulatorische Hürden zu überwinden und die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen.

Während sich der Wettlauf um Krypto-Verwahrungsdienstleistungen intensiviert, bestimmen der proaktive Ansatz der europäischen Banken und die regulatorischen Herausforderungen der US-Banken die Landschaft. Für US-Banken ist es entscheidend, diese Herausforderungen zu meistern und die sich entwickelnden Bedürfnisse ihrer Kunden zu erfüllen. Der Erfolg in diesem Wettlauf wird von Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und einem klaren Verständnis der mit der Kryptowelt verbundenen regulatorischen Komplexität abhängen.

Author
Alexander Zdravkov

Reporter at CoinsPress German

Alexander Zdravkov interessiert sich leidenschaftlich für Bedeutungsfragen. Er ist seit mehr als drei Jahren im Kryptobereich tätig und hat ein Auge dafür, aufkommende Trends in der Welt der digitalen Währungen aufzuspüren. Ob er nun tiefgreifende Analysen liefert oder tagesaktuell über alle Themen berichtet, sein tiefes Verständnis und seine Begeisterung für das, was er tut, macht ihn zu einer wertvollen Ergänzung für das CoinsPress-Team.

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