SEC stellt Ripple XRP-Erfolg vor Gericht in Frage

Die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat einen Bundesrichter ersucht, bestimmte Aspekte eines kürzlich ergangenen Urteils im Fall Ripple Labs anzufechten, mit der Begründung, dass die Entscheidung nicht mit den bestehenden Wertpapiergesetzen vereinbar ist.
Ripple XRP hat einen wichtigen Schritt in seiner Klage bei der SEC erreicht, da es nicht als Wertpapier eingestuft wurde. Der Richter kam zu dem Schluss, dass der Verkauf des XRP-Tokens von Ripple direkt an institutionelle Anleger gegen die Regeln der SEC verstößt, Angebote an Kleinanleger an Börsen jedoch nicht.
In der Berufung wird argumentiert, dass diese speziellen Teile des Ripple-Urteils falsch entschieden wurden und das Gericht ihnen nicht folgen sollte. Die Mitarbeiter der SEC erwägen verschiedene Optionen für eine weitere Überprüfung und planen, eine solche Überprüfung zu empfehlen.
Die SEC behauptet auch, dass das Urteil den seit langem bestehenden Howey-Test, mit dem festgestellt wird, ob es sich bei Vermögenswerten um Wertpapiere handelt, unzulässigerweise in einen subjektiven Standard umwandelt. Die Behörde fordert das Gericht dringend auf, diesen Aspekt der Entscheidung zurückzuweisen.
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Darüber hinaus argumentierten die Anwälte von Terraform Labs und Do Kwon kürzlich, dass das Ripple-Urteil ihren Antrag auf Abweisung ihrer eigenen SEC-Klage unterstützen sollte. Die SEC reichte im Februar dieses Jahres eine Klage gegen Terra ein. Die Anwälte von Terra behaupten, dass das Ripple-Urteil die Schwäche der SEC-Argumentation in Bezug auf den Wertpapiercharakter bestimmter Token bestätigt.
Der Ausgang der Berufung der SEC vor Gericht bleibt ungewiss, und es ist unklar, ob die SEC nach der neuen Einreichung auf das Ripple-Urteil zurückkommen wird. Sollte der Fall wieder aufgenommen werden, könnte das günstige Ergebnis für Kryptowährungen nur von kurzer Dauer sein.









