Trump drängt die Fed zu Zinssenkungen und heizt Spekulationen über die Zukunft von Powell an

Donald Trump erhöht den Druck auf die US-Notenbank und drängt auf Zinssenkungen, weil er der Meinung ist, dass die sinkenden Lebensmittel- und Energiepreise eine Änderung der Politik rechtfertigen.
Quellen deuten darauf hin, dass Trump weitere Maßnahmen ergreifen und möglicherweise versuchen wird, den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu entlassen, wenn die Fed seinen Forderungen nicht nachkommt.
Diese jüngste Runde der Frustration kommt, nachdem die Fed letzte Woche beschlossen hat, die Zinssätze bei 4.25% bis 4.5% zu belassen, eine Entscheidung, die dem ehemaligen Präsidenten nicht gefallen hat. Trump hat seine Unzufriedenheit öffentlich auf Plattformen wie Truth Social geäußert und behauptet, dass eine Zinssenkung die Wirtschaftstätigkeit ankurbeln und etwaigen negativen Folgen seiner geplanten Handelsmaßnahmen entgegenwirken würde. Powell hat sich jedoch vorsichtiger geäußert und davor gewarnt, dass die Inflation durch Trumps bevorstehende Zölle wieder angefacht werden könnte. Die neuen Prognosen der Fed deuten darauf hin, dass die Inflation in diesem Jahr kaum noch weiter sinken wird, insbesondere aufgrund der zu erwartenden Auswirkungen dieser Zölle.
LESEN SIE WEITER: US-Finanzministerium hebt Tornado-Cash-Sanktionen nach rechtlicher Neubewertung auf
Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen ist Trumps Plan, ab dem 2. April, den er als „Tag der Befreiung“ bezeichnet, neue Zölle zu erheben. Diese Zölle sind als Vergeltungsmaßnahme gegen ausländische Handelsschranken für amerikanische Waren gedacht. Ökonomen warnen jedoch davor, dass dieser Schritt die Versuche der Fed, die Wirtschaft zu stabilisieren, durchkreuzen könnte. Es wird spekuliert, dass Trump, wenn seine Forderungen ignoriert werden, nicht zögern könnte, einen drastischen Schritt zu unternehmen, wie z. B. die Entlassung von Powell, was die Finanzmärkte erschüttern könnte. Powells derzeitige Amtszeit läuft bis 2026, und trotz des Drucks hat er erklärt, dass er nicht vorzeitig zurücktreten werde.
Während einige Experten einen solch drastischen Schritt für unwahrscheinlich halten, weisen andere darauf hin, dass Trumps aggressive Haltung dennoch zu unerwarteten Ergebnissen führen könnte. In der Vergangenheit hat er bereits gezeigt, dass er bereit ist, unabhängige Behördenvertreter zu entlassen, wie etwa bei der Absetzung zweier demokratischer Mitglieder der Federal Trade Commission. Rechtsexperten verweisen auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs von 1935 in der Rechtssache Humphrey’s Executor v. United States, das unabhängige Beamte vor willkürlichen Entlassungen schützt. Sollte Trump mit einer solchen Anfechtung vorankommen, könnte dies einen bedeutenden Rechtsstreit mit weitreichenden Auswirkungen auf die Beziehung zwischen der Exekutive und unabhängigen Behörden wie der Fed auslösen.









