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Regelung und PolitikStablecoins

EZB äußert sich zu den Risiken von Stablecoins und Dezentraler Finanzierung (DeFi)

EZB äußert sich zu den Risiken von Stablecoins und Dezentraler Finanzierung (DeFi)

In einem Bulletin vom 11. Juli untersucht die EZB die finanziellen Risiken im Ökosystem der Kryptowährungen.

Die Autoren Alexandra Born und Josep Vendrell Simon werfen einen Blick auf Sektoren der Branche, die sich in letzter Zeit als besonders volatil erwiesen haben, darunter vor allem die dezentrale Finanzierung (DeFi) und Stablecoins.

Das Bulletin stellt fest, dass das Ökosystem durch die Hinzufügung zahlreicher neuer Projekte und Funktionen erheblich komplexer geworden ist, was zusammen mit dem wachsenden institutionellen Interesse zu Verflechtungen mit dem traditionellen Finanzsystem führt. Es wird erwähnt, dass ein Zusammenbruch eines der größten Stablecoins das Risiko auf das Finanzsystem übertragen könnte, sofern der Kryptomarkt groß genug wird.

Stabile Münzen sind auch „als praktisches Zahlungsmittel ungeeignet“, heißt es in dem Bericht, und die Autoren bemängeln die Geschwindigkeit und die Kosten der Transaktionen. Der Bericht stellt fest, dass die Verbreitung von Stablecoin in der Region begrenzt ist, da die europäischen Zahlungsdienstleister bisher nicht sehr aktiv auf den Stablecoin-Märkten waren.

Die EZB forderte zwar dringend eine Regulierung und Überwachung, wies aber auch darauf hin, dass das Ökosystem derzeit kein Risiko für die Finanzstabilität des Euroraums darstelle. MiCA wird als ein Schritt in die richtige Richtung genannt.

Die Autoren kommentierten auch die DeFi-Sphäre und wiesen darauf hin, dass sie unter vielen Problemen der traditionellen Finanzindustrie leidet, aber was sie auszeichnet, fungiert als Katalysator für diese Probleme.

… „Bestimmte Merkmale, wie die Art und Weise, wie Vermögenswerte gehalten werden, wie das System verwaltet wird, unterscheiden es vom traditionellen Finanzwesen. DeFi unterliegt in vielerlei Hinsicht den gleichen Schwachstellen wie das traditionelle Finanzwesen, einschließlich derer, die durch übermäßige Hebelwirkung und Risikobereitschaft, Liquiditätsinkongruenzen und Verflechtungen verursacht werden. Die neue Technologie und die Art der Leistungserbringung können jedoch bestimmte Schwachstellen verstärken und zusätzlichen spezifischen Risiken führen.“

Während im Bulletin Themen aufgegriffen werden, die bereits wiederholt von den Regulierungsbehörden diskutiert sind, gelingt es ihm, die angesprochenen Fragen auf objektive und detaillierte Weise zu behandeln, was ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft der Regulierung in Europa ist.

Author
Alexander Zdravkov

Reporter at CoinsPress German

Alexander Zdravkov is a market analyst and crypto journalist with interests in economics, broader financial markets and digital assets. His journey into crypto began more than four years ago, driven by a fascination with the rapid evolution of blockchain technology and the transformative potential of decentralized finance. He began analyzing market cycles and identifying emerging trends before they reach the mainstream. He holds a degree in International Relations - a background that helped shape his broader perspective on global economics, geopolitics, and the interconnected nature of modern financial markets. Whether covering the latest developments in the crypto sector or exploring broader macroeconomic themes, Alexander focuses on giving readers context rather than simply repeating headlines. During his career, he has authored more than 10,000 articles covering cryptocurrencies, traditional finance, and global market developments. His work spans everything from Bitcoin and altcoins to macroeconomic trends influencing risk assets worldwide.

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