SEC verurteilte das LBRY-Projekt wegen des Verkaufs nicht registrierter Wertpapiere
Die US-Börsenaufsichtsbehörde hat es geschafft, das Peer-to-Peer-Netzwerk LBRY zu verurteilen.
Der U.S. District Court for the District of New Hampshire entschied, dass LBRY seinen Token LBRY Credits (LBC) als nicht registriertes Wertpapier angeboten hatte.
Die Securities and Exchange Commission reichte im Mai 2021 eine Klage gegen die dezentrale Content-Plattform wegen des Verkaufs von nicht registrierten Wertpapieren ein, nur wenige Monate nachdem sie einen ähnlichen Fall gegen Ripple und dessen XRP-Token eingereicht hatte.
Als Reaktion auf das Urteil hat das Unternehmen getwittert, dass es eine Weile seine Wunden lecken wird, aber nicht aufgeben wird.
We lost. Sorry everyone.
— LBRY 🚀 (@LBRYcom) November 7, 2022
LBRY argumentierte, dass LBC einen Nutzen habe, da einige Käufer beabsichtigten, den Token zu verwenden, anstatt ihn als Anlage zu halten.
Bundesrichter Paul Barbadoro wies dieses Argument zurück:
“Nichts in der Rechtsprechung deutet darauf hin, dass ein Token mit sowohl konsumtiven als auch spekulativen Verwendungszwecken nicht als Anlagevertrag verkauft werden kann […] Dementsprechend sind die Erklärungen einiger LBC-Inhaber, dass sie den LBC zur Verwendung in der LBRY-Blockchain erworben haben, von begrenzter Relevanz für die Feststellung, ob LBRY ihn als Wertpapier angeboten hat.”
Er fügte hinzu:
“Auch wenn eine unbekannte Zahl von Käufern die LBC zum Teil für Verbraucherkäufe erworben haben mag, ändert dies nichts an der Tatsache, dass die objektiven wirtschaftlichen Gegebenheiten des LBC-Angebots von LBRY belegen, dass sie die LBC als Wertpapier angeboten hat.”
Die LBRY-Saga wird von Anwälten aufmerksam verfolgt, da sie sich als richtungsweisender Fall erweisen könnte. Der Sieg der Behörde wird wahrscheinlich große Auswirkungen auf den Fall gegen Ripple haben, da die SEC das Urteil nutzen wird, um ihre Position zu stärken, so LBRY.